Berlin - Kinder aus Berlin-Hellersdorf müssen sich wegen gefährlichen Eingriffs in den Luft- und Straßenverkehr verantworten. Wie die Polizei mitteilte, haben zwei Mädchen im Alter von 13 und 15 Jahren in der Nacht zu Samstag Rettungskräfte und Polizisten mit einem Laserpointer geblendet. 

Demnach hatte die Besatzung eines Rettungshubschraubers gegen 23.10 Uhr die Polizei alarmiert, weil sie mit einem Laserpointer angeleuchtet wurde, als sie über der Waldheimer Straße flog. Zwar wurde niemand durch den Strahl verletzt, aber derartige Aktionen können schwerwiegende Folgen haben, erklärte eine Polizeisprecherin der Berliner Zeitung.

Eine Zivilstreife des Polizeiabschnitts 33 fuhr zu dem beschriebenen Wohnblock, aus dem der Strahl kam. Als die Beamten gegen Mitternacht von der Straße aus nach der Wohnung suchten, verrieten sich die beiden Mädchen. Sie sollen aus einem Fenster in der fünften Etage mit einem grünen Lichtstrahl auf den zivilen Einsatzwagen der Polizisten gezielt haben. Auch Passanten und parkende Autos wurden ins Visier genommen, hieß es.

Die verdächtigen Kinder stellen sich schlafend 

Die Fahnderin und ihr Kollege konnten so die Täterwohnung ausfindig machen. Als die Beamten mit der Mutter in das Zimmer der beiden Kinder gingen, taten die beiden Verdächtigen so, als würden sie schlafen. Nachdem das Täuschungsmanöver aufgeflogen war, erzählten die Kinder, dass sie aus Langeweile mit dem Laserpointer gespielt hätten. Das Gerät wurde von den Einsatzkräften sichergestellt.

Die 15-Jährige war nach Angaben der Polizei zu Besuch und nächtigte bei der 13-Jährigen. Es wurden Strafanzeigen wegen gefährlichen Eingriffs in den Luft- und Straßenverkehr gegen die beiden Freundinnen eingeleitet.