Berlin - Zwei Jungen im Alter von neun und zehn Jahren haben in Berlin-Köpenick Fahrzeuge mit Glasmurmeln beworfen. Laut Polizei war dies ein gefährlicher Einfall, den die Kinder am Freitagabend aufgrund von Langeweile hatten. Die Kugeln richteten Schaden an, nur mit Glück wurde niemand verletzt. 

Die gefährlichen Wurfgeschosse sollen gegen 20.30 Uhr einen Bus der Linie 169 getroffen haben, der gerade auf der Seelenbinderstraße in Richtung Müggelheim unterwegs war. Eine 62-jährige Frau, die in dem Bus saß, bemerkte plötzlich, wie in Höhe der Bushaltestelle Mandrellaplatz die Fensterscheibe an ihrem Platz zersplitterte. Kurz zuvor hatte die Frau zwei Personen an einem Fenster einer Wohnung in einem gegenüberliegenden Mehrfamilienhaus gesehen, die eine Wurfbewegung ausführten. Kurz darauf schlug etwas mit einem Knall gegen die Scheibe, teilte die Polizei am Sonnabend mit.

Polizei spürt mit Unterstützung der Zeugin die Verdächtigen auf

Zusammen mit den alarmierten Polizisten ging die Zeugin zu dem Haus zurück. Die Einsatzkräfte fanden schließlich die beschriebene Wohnung und klingelten an der Tür, die von einer Frau und ihrem neunjährigen Sohn geöffnet wurde. In dem Gespräch mit den Beamten gab der Junge schließlich zu, gemeinsam mit einem zehnjährigen Freund zur Tatzeit im Kinderzimmer gewesen zu sein.

Die beiden Kinder hatten nach Angaben der Polizei die Idee, das Fenster zu öffnen und Glasmurmeln auf vorbeifahrende Fahrzeuge zu werfen. Dabei sollen sie unter anderem zwei Busse getroffen haben. Auf der Fahrbahn vor dem Wohnhaus fanden die Einsatzkräfte insgesamt neun Glasmurmeln. Auch der Zehnjährige gestand später vor seinen Eltern die Tat. Die Kinder wurden belehrt, dass derartige Wurfgeschosse schwere Unfälle verursachen können. Unklar war zunächst, wer für die Schäden aufkommt.