In Berlin-Köpenick ist am Sonntagmorgen ein Restaurant auf einem Sportgelände in Brand geraten und nach Feuerwehrangaben vollständig abgebrannt. Am Nachmittag wurde ein 21-jähriger Mann festgenommen, der verdächtigt wird, das Haus in Brand gesteckt zu haben. Das bestätigte Polizeisprecherin Heidi Vogt der Berliner Zeitung. Mehr Details sind noch nicht bekannt.

Menschen seien nicht verletzt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Es handelte sich demnach um ein Gebäude in Holzbauweise. Bereits kurz zuvor habe es „zwei kleinere Brände“ auf dem Grundstück an der Wendenschloßstraße gegeben. Eine mobile Toilette und ein Verschlag hätten gebrannt. „Bei den Löscharbeiten wurde dann das Feuer an dem Restaurant entdeckt“, erklärte der Sprecher.

Brand in Köpenick: 120 Feuerwehrleute im Einsatz

Das Sportgelände wird vom Köpenicker Fußball-Club genutzt, wie ein Vereinssprecher am Sonntag bestätigte. Insgesamt seien rund 120 Brandbekämpfer vor Ort gewesen, sagte der Feuerwehrsprecher. Eine große Herausforderung sei die Nachbarschaft zur Firma Vattenfall gewesen. „Dort steht ein großer Öltank. Wir konnten ein Übergreifen der Flammen verhindern.“

Der Tank ist nach Angaben eines Vattenfall-Sprechers seit längerer Zeit nicht mehr in Benutzung – daher habe keine große Gefahr bestanden. Auch ein Ausfall der dortigen Solarthermieanlage Köpenick hätte sich kaum auf die Wärmeversorgung ausgewirkt, so der Sprecher. Vattenfall habe genug andere Wärmeerzeugungsmöglichkeiten, die das auffangen könnten – gerade jetzt bei den warmen Temperaturen.

Zwei weitere Gebäude auf dem Sportplatz blieben von den Flammen demnach verschont. Nach dem Brand am Sonntagmorgen war von dem 600 Quadratmeter großen Lokal nur ein schwarzes Gerippe übrig geblieben. Die Feuerwehr war noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.