Berlin - Ein Radfahrer hat in der Nacht zu Mittwoch in Berlin-Köpenick einen Fußgänger mit einem Kettenschloss angegriffen und verletzt. Wie die Polizei mitteilte, hatten Polizisten den Mann dabei beobachtet, wie er mit dem Schloss auf den 28-Jährigen einschlug.

Vorausgegangen war der Tat offenbar ein Streit um einen blockierten Fahrweg. Bisherigen Erkenntnissen zufolge war der 43-jährige Radler gegen 23.15 Uhr mit seinem Fahrrad von der Bahnhofstraße in Richtung Lindenstraße unterwegs. Dort traf er auf eine siebenköpfige Gruppe, die gerade an einer Fußgänger-Ampel wartete und teilweise auf dem Radweg stand.

Zwischen dem Radfahrer und einem 28 Jahre alten Mann aus der Gruppe gab es eine heftige verbale Auseinandersetzung. Als die Gruppe dann zur gegenüberliegenden Tramhaltestelle ging, nahm der 43-Jährige ein Fahrradkettenschloss aus seinem Rucksack, rannte auf den 28-Jährigen zu und schlug auf ihn ein.

Radfahrer hatte Drogen dabei, Fahrrad war als gestohlen gemeldet

Einem Polizisten, der eingreifen wollte, fiel sein Reizstoffsprühgerät auf die Straße, wo es von einem Fahrzeug überrollt wurde. Dadurch wurde Reizgas freigesetzt. Der Polizist erlitt Haut- und Augenreizungen, konnte aber im Dienst bleiben. Der 28-Jährige erlitt durch die Schläge leichte Verletzungen am Kopf, einem Arm und Rumpf und klagte über Schmerzen im Intimbereich. Er wurde durch Rettungskräfte ambulant vor Ort versorgt.

Bei dem 43-Jährigen fanden die Polizisten zwei Tütchen mit Cannabis. Sein als gestohlen gemeldetes Fahrrad wurde sichergestellt. Der Tatverdächtige kam in Polizeigewahrsam, aus dem er nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung und der Abgabe einer DNA-Probe entlassen wurde. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.