Berlin - Ein mutmaßlicher Drogendealer hat sich in Berlin-Kreuzberg eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und dabei einen Unfall verursacht. Wie die Polizei mitteilte, hatte die Besatzung eines Streifenwagens am Dienstagnachmittag in Kreuzberg versucht, den Autofahrer zu kontrollieren. Als der Verdächtige auf der Schöneberger Straße kurz stoppte, ging einer der Beamten zu dem Fahrzeug. Daraufhin habe der Fahrer plötzlich Gas gegeben und sei geflüchtet, so die Polizei.

Die Polizisten schalteten an ihrem Einsatzwagen Blaulicht und Martinshorn ein und verfolgten den VW mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Stresemannstraße. Der Raser habe laut Polizei bei seiner Flucht eine rote Ampel ignoriert und sei auf der Wilhelmstraße in den Gegenverkehr gefahren. Als ein Bus seinen Weg blockierte, habe er versucht, auszuweichen. Bei dem riskanten Manöver sei er frontal mit dem Einsatzwagen zusammengestoßen.

Die Einsatzkräfte nahmen den 22-jährigen Fahrer fest. Bei einer Durchsuchung des Mannes fanden sie zwar keinen Führerschein, aber rund 80 Kugeln mit mutmaßliches Kokain. Der mutmaßliche Drogendealer wurde in ein Polizeigewahrsam gebracht, wo ihm Blut abgenommen wurde. Er soll noch im Laufe des Tages auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt werden.