Berlin - Aus derzeit noch ungeklärten Gründen ist es am Samstagvormittag in Berlin-Kreuzberg zu einem Streit zwischen vier Männern gekommen. Einer der Beteiligten zog ein Messer und verletzte einen Mann lebensgefährlich.

Augenzeugen wählten den Notruf. Sie schilderten der Polizei den beobachteten Tathergang: Eine Gruppe von drei Personen war mit einem anderen Mann in der Bahn in Streit geraten. Am U-Bahnhof stiegen alle vier aus. Plötzlich soll der einzelne Mann, ein 28-Jähriger, ein Messer gezogen und einen seiner drei Kontrahenten damit im Bereich des Oberkörpers verletzt haben.

Das 38-jährige Opfer brach zusammen. Eine Zeugin soll, nachdem sie Polizei und Feuerwehr verständigt hatte, zunächst auf die Streitenden zugegangen sein und diese aufgefordert haben, sich zurückzuhalten. Als der Tatverdächtige in einen einfahrenden Zug stieg, informierte die Zeugin gemeinsam mit anderen Anwesenden den Zugfahrer. Der U-Bahnzug wartete, bis wenig später die Polizei am Ort des Geschehens eintraf.

Polizist zieht Pistole und stellt Tatverdächtigen

Ein Polizeibeamter zog seine Schusswaffe und forderte den mit einem Messer bewaffneten Tatverdächtigen auf, dieses fallen zu lassen. Der Angesprochene kam der Aufforderung nach und die beiden Polizisten nahmen ihn fest. Der Tatverdächtige wurde in ein Polizeigewahrsam gebracht, wo ihm Blut abgenommen wurde.

Es bestand der Verdacht, dass der 28-Jährige Drogen konsumiert haben könnte. Im Anschluss an die Blutentnahme wurde er der weiterermittelnden Kriminalpolizei überstellt. Das schwer verletzte Opfer musste in einem Krankenhaus notoperiert werden. Polizeikräfte sicherten Videoaufnahmen der BVG. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung dauern an.