Berlin - Am Dienstagvormittag ist im Berliner Ortsteil Stadtrandsiedlung Malchow (gehört zu Pankow) eine Leiche in einem Gebüsch gefunden worden. Ein Polizeisprecher sagte der Berliner Zeitung, dass kurz darauf ein 29-jähriger Tatverdächtiger festgenommen wurde. Bei dem Toten handelt es sich um einen 31-jährigen Mann, so der Sprecher. Polizisten hatten daraufhin den Fundort an der Ortnitstraße abgesperrt, Kriminaltechniker sicherten bis zum späten Nachmittag Beweismittel.

Wie in der Nacht bekannt wurde, stammt das Opfer aus Syrien. Der Mann soll zuletzt als Busfahrer gearbeitet haben. Der mutmaßliche Täter ist offenbar ein Bekannter des Erstochenen. Er soll laut Medienberichten unter psychischen Problemen gelitten haben. Nach der Tat habe er am Dienstag Angehörigen von der Tat erzählt, diese hätten dann die Polizei alarmiert. Die Leiche des Opfers lag offenbar außer Sichtweite von Passanten. Dutzende ahnungslose Eltern brachten ihre Kinder zu einer nahegelegenen Grundschule, bemerkten den neben dem Weg in einem Gebüsch liegenden Toten aber nicht. 

Morris Pudwell
Die Polizei schützt den silberfarbenen VW Golf mit einem aufgebauten Pavillon. Kriminaltechniker haben in dem Auto Beweismittel gesichert. 

In unmittelbarer Tatortnähe wurde zudem der silberfarbene VW Golf des Opfers gefunden. Das Fahrzeug stand am Vormittag innerhalb der polizeilichen Absperrung unter einem Pavillon. Der Golf wurde durch die Überdachung vor dem Regen geschützt, damit keine Spuren an der Karosserie verloren gingen, sagte der Polizeisprecher. Der Wagen wurde als wichtiges Beweismittel sichergestellt. 

Unklar ist bisher, weshalb die Männer in der sehr ruhigen Straße zwischen Feldern und einer Pferdekoppel unterwegs waren und weshalb der Wagen des Opfers ordentlich am Straßenrand geparkt war. Ob der Fundort der Leiche zugleich Tatort ist, wird nun von der Mordkommission der Berliner Polizei ermittelt.