Berlin - In Berlin-Lichtenberg ist ein Mann am Montagvormittag, nachdem er in einem Jobcenter Menschen mit dem Tode gedroht haben soll, festgenommen worden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, soll der Mann gegen 9.15 Uhr in der Gotlindestraße in einem Jobcenter einem Mitarbeiter gegenüber gedroht haben, alle unter Berufung auf seine Religion umbringen zu wollen. 

Bei der anschließenden Festnahme durch die alarmierten Funkstreifen leistete der, mutmaßlich durch Rauschmittel und Alkohol beeinflusste, Tatverdächte erheblichen Widerstand, bei dem ein Polizist verletzt wurde, heißt es. Die Verletzungen des Polizisten, die durch den Versuch des Festgenommenen ihm die Maske von seinem Gesicht zu reißen und durch Schläge und Tritte des Tatverdächtigen entstanden waren, mussten in einem Krankenhaus behandelt werden. Der Beamte habe anschließend seinen Dienst nicht fortsetzen können, so die Polizei. 

Zu den Anzeigen wegen der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte kam auch noch eine Anzeige wegen Beleidigung hinzu, da der Festgenommene die Einsatzkräfte auch beleidigte und bespuckte. Hier half dann nur eine sogenannte Spuckschutzmaske, die dem Mann angelegt werden musste. Nach einer richterlich angeordneten Blutentnahme in einem Polizeigewahrsam wurde der Tatverdächtige wieder auf freien Fuß gesetzt, heißt es. Die Ermittlungen führt nun das auf islamistischen Extremismus spezialisierte Fachkommissariat des Landeskriminalamts.