Berlin - Ein Lastwagen ist am Montagnachmittag bei einer Fährfahrt ins Wasser gefallen. Das zwölf Tonnen schwere Fahrzeug sollte gegen 14 Uhr mit der Pendlerfähre vom Festland Tegel zur Insel Scharfenberg gebracht werden. Bei der etwa 200 Meter langen Überfahrt rollte der Lkw plötzlich rückwärts ins Wasser und ging fast vollständig unter, erklärte Feuerwehrsprecher Tino Brabetz.

Zum Glück befand sich zu diesem Zeitpunkt niemand im Führerhaus. Die Bergung dauerte neun Stunden, bis in den späten Abend und sei schwierig und gefährlich gewesen, teilte die Feuerwehr auf Twitter mit. Grund für den Unfall sei eine nicht angezogene Handbremse gewesen. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Die Berliner Feuerwehr war mit 45 Einsatzkräften vor Ort. Taucher installierten zuerst für die Bergung unter Wasser Hebekissen, die dann mit Luft gefüllt wurden, um den Lkw samt Sattelauflieger vom Boden anzuheben. 

Doch die Luftkissen brachten nicht den gewünschten Erfolg. Rüstwagen und Feuerwehrkran haben dann den Laster mit Seilwinden ans Ufer gezogen, so die Feuerwehr. Anschließend konnte der Lkw samt Container ans Festland manövriert werden. „Die Bergung war aufgrund der Umstände sehr herausfordernd und zeitintensiv“, teilte die Feuerwehr auf Twitter mit.

Laut Pressesprecher Tino Brabetz konnten die Einsatzkräfte von Glück reden, dass der Container nicht beladen war. Das Gewicht hätte die Bergung weitaus komplizierter gemacht, hieß es. Die Fähre bleibt vorerst außer Betrieb, die Wasserschutzpolizei sichert den Großeinsatz ab.