Berlin - Ein Passant ist auf einem Berliner Bahnhof von zwei Männern brutal attackiert und verletzt worden. Die gefährliche Körperverletzung hatte sich nach Angaben der Bundespolizei am Donnerstagabend im Bahnhof Spandau ereignet. Da der genaue Tathergang noch nicht geklärt ist und vom Opfer jede Spur fehlt, suchen die Ermittler nach Zeugen, hieß es am Freitag.

Nach ersten Erkenntnissen hatten sich die drei Männer gegen 20 Uhr im Fußgängertunnel aus noch ungeklärter Ursache gestritten. Einer der beiden Angreifer zerschlug laut Bundespolizei eine Glasflasche und attackierte mit dem abgebrochenen Flaschenhals den Oberkörper des Opfers.

Nachdem der Mann zu Boden gegangen war, schlugen und traten die beiden Kontrahenten mehrmals gegen den Körper und den Kopf. Eine Zeugin alarmierte den Notruf, woraufhin alle drei Beteiligten zunächst flüchteten. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Bundespolizei verlief erfolglos. Die Beamten sicherten daraufhin die Aufnahmen aus den Überwachungskameras und schauten sich diese an. 

Bundespolizisten finden mithilfe von Videoaufnahmen die Täter

Kurz vor Mitternacht erkannten die Einsatzkräfte die beiden Angreifer vor dem Bahnhof Spandau wieder und nahmen sie vorläufig fest. Nachdem die Personalien der beiden 19-Jährigen aufgenommen worden waren, wurden sie aus dem Polizeigewahrsam entlassen. 

Die Bundespolizei hat die Ermittlungen in dem Fall noch nicht abgeschlossen und fragt deshalb: Wer hat die Tat am Donnerstag gegen 20 Uhr beobachtet und kann Angaben zu dem unbekannten Opfer machen oder sonstige sachdienliche Hinweise zum Vorfall geben? Hinweise nehmen die Ermittler unter der kostenfreien Hotline 0800-68 88 000 und unter (030) 206 229 360 entgegen.