Berlin - Ein Mann hat in Berlin-Wedding seine Lebensgefährtin zusammengeschlagen und anschließend die Ersthelfer bedroht. Der 31-Jährige soll sich nach Angaben der Polizei am Montagnachmittag vor einer Bar in der Müllerstraße mit seiner 20-jährigen Freundin gestritten haben, wie die Polizei Berlin mitteilt. Er habe sie laut Zeugen auf einen Innenhof an der Greenwicher Straße gezogen und ihr so lange gegen den Kopf geschlagen, bis sie zu Boden stürzte. Anschließend habe er auf die 20-Jährige eingetreten und ihr gedroht.

Als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bar dazwischengingen und das Paar trennten, sei die Situation erneut eskaliert. Der Schläger habe laut Polizei sofort ein Messer gezogen, womit er den Helfern gedroht habe, sie abzustechen. Noch bevor alarmierte Polizisten am Tatort eintrafen, sei er in einen BMW gestiegen und geflüchtet. Die Frau wurde bei dem Angriff leicht verletzt und lehnte eine ärztliche Versorgung ab. 

Gesuchter Schläger stellt sich der Polizei

Offenbar ist der verdächtige Schläger in dem Kiez kein Unbekannter. Mit Hilfe von Zeugen konnten Polizisten den Namen des gesuchten Verdächtigen ermitteln und seine Wohnadresse ausfindig machen. Bei den Ermittlungen fanden die Beamten zudem heraus, dass der Mann keine Fahrerlaubnis hat.

Eine eingeleitete Fahndung blieb erfolglos. Als Polizisten den Verdächtigen zu Hause besuchten, war er nicht da. Wenige Stunden später meldete er sich auf dem zuständigen Polizeiabschnitt, den er nach einer Gefährderansprache wieder verlassen konnte. Gegen den 31-Jährigen wird nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, Bedrohung mit Waffen und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.