Ein Autofahrer hat am Donnerstagabend in Berlin-Mitte einen Mitarbeiter des Ordnungsamts mit einer Pistole bedroht. Wie die Polizei mitteilt, soll der Bedrohte mit seinem Kollegen gegen 19.45 Uhr einen geparkten Pkw an der Kreuzung Rathausstraße/Ecke Jüdenstraße kontrolliert haben. Der Fahrzeughalter soll, als er die Kontrolle sah, hinzugekommen sein und sich beschwert haben. Nachdem die Mitarbeiter, die in ziviler Kleidung unterwegs waren, ihren Dienstausweis vorgezeigt hatten, stieg der Halter in sein Fahrzeug. Er soll darauf eine Pistole hervorgeholt, diese geladen und mit ihr auf einen der Amtsmitarbeiter gezielt haben. Anschließend sei der Mann mit der Waffe wieder in sein Auto gestiegen und davongefahren.

Die Ordnungsamtsmitarbeiter informierten sofort eine vorbeikommende Funkstreife, sodass das Auto noch in der Straße Unter den Linden mit weiteren Einsatzkräften angehalten werden konnte.  Die Polizisten, die den Fahrzeughalter zu Rede stellten, hatten zur Sicherheit die Hand an der Dienstwaffe.

Schreckschusswaffe und Munition im Handschuhfach

Im Handschuhfach des Autos fanden und beschlagnahmten die Kräfte dann eine Schreckschusswaffe mit Munition. Der Fahrer kam aber offenbar nicht als mutmaßlicher Täter infrage und wurde nach seiner Kontrolle wieder entlassen. Der Ordnungsamtsmitarbeiter erkannte aber den Beifahrer als mutmaßlichen Täter der zuvor begangenen Bedrohung. Der Verdächtige  wurde nach erkennungsdienstlichen Maßnahmen in einem Polizeigewahrsam wieder auf freien Fuß gesetzt. Er muss sich nun wegen unerlaubten Waffenbesitzes und wegen Bedrohung mit einer Schusswaffe verantworten. Die Ermittlungen der Polizei Berlin dauern an.