Berlin - Ein aggressiver Maskenverweigerer hat auf einem Berliner Bahnhof seinen Frust über die Corona-Regeln an Mitarbeitern der Deutschen Bahn ausgelassen. Nach Angaben der Bundespolizei hatte sich der 40-jährige Berliner bei einer Fahrt in einer S-Bahn durch Friedrichshain-Kreuzberg geweigert, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Trotz mehrfacher Aufforderung in der S1 wollte er partout keine Maske aufsetzen, hieß es weiter. Zudem habe er keinen 3G-Nachweis vorzeigen können. 

Weil er deshalb die S-Bahn verlassen sollte, beleidigte der Maskenverweigerer die beiden Sicherheitskräfte zunächst. Dann habe er sie mit Faustschlägen attackiert und ihnen gegen die Beine getreten, so die Bundespolizei. Zwischenzeitlich alarmierte Bundespolizisten holten den Mann am S-Bahnhof Anhalter Bahnhof aus der S-Bahn und nahmen ihn vorläufig fest.

Gegen den bereits einschlägig polizeibekannten Mann wird nun wegen Beleidigung und Körperverletzung sowie wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz ermittelt. Die beiden Bahnsicherheitsmitarbeiter im Alter von 27 und 51 Jahren brachen ihren Dienst ab und mussten in einem Krankenhaus medizinisch versorgt werden.