Berlin - Im Berliner Gefängnis Heidering ist ein externer Küchenmitarbeiter als mutmaßlicher Drogenkurier enttarnt worden. Am Samstagmorgen kontrollierten Wachleute gegen 5.20 Uhr den Rucksack des Mannes vor Dienstbeginn. Sie fanden Tüten mit 222 Gramm Marihuana, 635 Gramm Haschisch, 39 Gramm unbekannter Tabletten, 11 Gramm Tilidin, 114 Gramm eines kristallinen Pulvers sowie 4 Ampullen Testosteron, Kanülen, mehrere Handys, Ladezubehör und Sim-Karten. Das Material wurde sichergestellt, wie der Sprecher der Justizverwaltung, Sebastian Brux, der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Seit Jahresbeginn sei der Mitarbeiter im Blick gewesen. Vermutet wurde, dass er regelmäßig Drogen in die Männer-Haftanstalt auf einem Berliner Areal im Land Brandenburg einschmuggelt, so der Sprecher. Nachdem sich die Hinweise verdichtet hätten, schlugen die Beamten zu. Die Küche wird von einer externen Firma betrieben.

Justizsenator: Bekämpfung von Drogenkriminalität im Gefängnis funktioniert

Die alarmierte Brandenburger Polizei nahm den Mann, dessen Alter noch nicht genannt wurde, fest und durchsuchte laut Justizangaben auch seine Wohnung.

Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) dankte nach Angaben von Sprecher Brux vor allem den Mitarbeitenden der Sicherheitsgruppe des Gefängnisses für ihre engagierte Arbeit. Sie hätten einmal mehr bewiesen, dass sich Schmuggeln nicht lohne und die Bekämpfung von Drogenkriminalität im Gefängnis funktioniere.