Berlin - Eine Mitarbeiterin einer Tankstelle in Berlin-Kreuzberg hat sich mutig gegen drei Räuber behauptet und kein Geld rausgerückt. Die Polizei rät von derartigen Heldentaten ab, da nie klar ist, wie die Täter reagieren. In dem Fall hatte die Angestellte Glück und wurde nur leicht verletzt. 

Nach Angaben der Polizei hatten am Mittwochabend gegen 21.30 Uhr drei junge Männer eine Tankstelle an der Prinzenstraße betreten. Die Kassiererin, die zu diesem Zeitpunkt im Büro gewesen sei, wurde mit einem Messer bedroht. Als die Räuber Geld forderten, habe die 26-jährige Frau gesagt, dass sie ihnen nichts geben werde. Daraufhin habe ihr einer der Täter ins Gesicht geschlagen, so die Polizei.

Weil die Mitarbeiterin der Forderung trotzdem nicht nachkam, flüchtete das Trio ohne Beute zur Prinzenstraße, wo die Täter in ein Taxi einstiegen und davonfuhren. Die Mitarbeiterin erlitt durch den Schlag leichte Verletzungen im Gesicht. Sie lehnte eine ärztliche Behandlung ab.

Lichtenrade: Kassierer erleidet Schock bei Überfall auf Tankstelle

Etwa zweieinhalb Stunden zuvor hatte der 21-jährige Kassierer einer Tankstelle an der Barnetstraße im Berliner Ortsteil Lichtenrade einen Schock erlitten, als er von einem maskierten Mann überfallen wurde. Der Räuber hatte nach Angaben der Polizei den Mitarbeiter ebenfalls mit einem Messer bedroht und das Öffnen der Kasse gefordert. Der Angestellte folgte der Anweisung, woraufhin der Täter mit dem Geld in Richtung Lichtenrader Damm flüchtete. 

Die Polizei gehe nun einigen Hinweisen nach, hieß es am Donnerstag. Ermittler der zuständigen Raubkommissariate werten beispielsweise die Aufzeichnungen aus den Überwachungskameras aus.