Im Berliner Ortsteil Karow führten in der vergangenen Nacht laute Schreie zu einem Polizeieinsatz, bei dem die Einsatzkräfte auf eine Cannabisplantage stießen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hatten Anwohner der Pfannschmidtstraße gegen 23.50 Uhr die Polizei alarmiert, weil aus einer im Erdgeschoss gelegenen Wohnung immer wieder laute Schreie eines Mannes zu hören waren.

Vor Ort sollen die Einsatzkräfte dann auf den 24-jährigen Wohnungsmieter und dessen 18-jährige Freundin getroffen sein. Beide hätten angegeben, sich lediglich etwas lauter gestritten zu haben. Aus der Wohnung strömte den Polizeikräften jedoch offenbar ein deutlicher Cannabisgeruch entgegen, auf den sie den Mieter ansprachen. Dieser gab an, lediglich etwas Cannabis für den Eigengebrauch zu besitzen, so die Polizei.

Zunächst habe er dem Betreten seiner Wohnung freiwillig zugestimmt. Nachdem die Polizeikräfte dort jedoch diverse offen herumliegende Klarsichtbeutel mit Cannabis sowie Verpackungsmaterial entdeckten und den jungen Mann daraufhin abermals rechtlich belehrten, zog dieser die Zustimmung zum Betreten seiner Wohnung zurück, heißt es.

Nachdem die Einsatzkräfte einen Durchsuchungsbeschluss erwirkt hatten, soll sich der 24-Jährige nicht mehr kooperativ verhalten haben und den Polizisten gegenüber aggressiv aufgetreten sein. Aufgrund dessen sei ihm die Handfessel angelegt worden. In der Wohnung fanden die Polizeikräfte diverse mutmaßliche Betäubungsmittel, szenetypisches Verpackungsmaterial sowie eine professionell angelegte Plantage mit 73 Cannabispflanzen. Der Tatverdächtige wurde laut Polizei in einem Gewahrsam erkennungsdienstlich behandelt und anschließend wieder entlassen. Die Ermittlungen wegen des unerlaubten Anbaus von Betäubungsmitteln dauern an.