Berlin - Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik hat für das 1.-Mai-Wochenende bei Verstößen gegen die Corona-Regeln eine schnelle Auflösung von Demonstrationen angekündigt. Gewalttätigen Ausschreitungen werde sofort begegnet, sagte Slowik am Freitagmorgen in einem Interview mit dem RBB-Inforadio. „Wir schützen jede Versammlung unabhängig von ihrem Inhalt, wenn sie sich denn an Regeln hält“, ergänzte sie. Wenn sich zum Beispiel „Querdenker“ nicht an Mund-Nasen-Schutz und Abstand hielten, wolle die Polizei bereits in der Ansammlungsphase Versammlungsleitung und auch Teilnehmer ansprechen. Folge keine Reaktion, werde eine Auflösung der Versammlung „schnell und konsequent“ umgesetzt.

Rund 5000 Polizeikräfte seien im Einsatz und würden die Stadträume auch abdecken können, sagte Slowik. Wegen der Abstandsregeln könnten Demonstrationszüge allerdings mehrere Kilometer lang werden. Dementsprechend gebe es auch Absperrungen von Straßen und Plätzen.

Polizei: Demonstrationen von Ausgangssperre ausgenommen

Demonstrationen seien von der Ausgangssperre ab 22 Uhr ausgenommen. „Wir haben da eine große Erfahrung zu erkennen, ob sich jemand noch in einem Versammlungszug befindet“, sagte Slowik. Sonst werde die Polizei „konsequent die Menschen begleiten, sich zu zerstreuen und nicht in Gruppen stehenzubleiben“. Das sei keine einfache Aufgabe. Kommunikation sei aber immer das erste Mittel.

Slowik appellierte an alle Berliner, die nicht an Versammlungen teilnehmen wollen, sich außerhalb der Versammlungs-Hotspots zu erholen und den 1. Mai zu genießen. Es gehe darum, das Infektionsrisiko nicht in die Höhe zu treiben.