Berlin - Ein 21-jähriger Autofahrer ist in der Nacht zum Donnerstag mit knapp 120 km/h durch Berlin-Neukölln gerast. Was der Mann nicht wusste: Polizisten verfolgten ihn in einem zivilen Einsatzwagen und zeichneten die riskante Fahrt per Video auf.

Nach Angaben der Polizei war der Raser den Beamten um 0.40 Uhr im Ortsteil Britz aufgefallen, als er an einer Kreuzung mit quietschenden Reifen von der Karl-Marx-Straße in die Grenzallee einbog. Dabei sei das Heck das Fahrzeugs mehrmals ausgebrochen.

Während der Verfolgung über die Grenzallee zeigte das Messgerät der Einsatzkräfte mindestens 118 km/h bei erlaubten 50 km/h an, so die Polizei. Dabei habe der Raser eine rote Ampel missachtet und andere Verkehrsteilnehmer mit seiner Fahrweise in Gefahr gebracht. So soll er laut Polizeiangaben unter anderem einen BVG-Bus äußerst riskant in einem Baustellenbereich überholt haben, was beinahe zu einem Unfall geführt hätte.

Auf der Neuköllnischen Allee stoppten die Zivilpolizisten den 21-Jährigen schließlich und überprüften ihn. Dabei fanden sie ein verbotenes Messer. Der VW Golf und der Führerschein des Mannes wurden beschlagnahmt. Gegen ihn wird nun, wie üblich in solchen Fällen, wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt.