Ein Autofahrer hat bei seiner Flucht vor der Berliner Polizei einen Beamten verletzt. Der Pkw-Fahrer war Zivilpolizisten am Mittwochnachmittag an der Kreuzung Alt-Moabit/Gotzkowskystraße in Moabit aufgefallen, weil er am Steuer telefoniert haben soll. Wie die Polizei mitteilte, hatten die Einsatzkräfte den Fahrzeugführer daraufhin gestoppt, um ihn mit dem Tatvorwurf zu konfrontieren. „Nachdem der 32-Jährige seinen Personalausweis und seinen Führerschein zur Überprüfung ausgehändigt hatte, schienen er und sein Beifahrer nervös zu werden“, erklärte eine Polizeisprecherin.

Dem Mann habe das ganze Prozedere zu lange gedauert. Nachdem er mehrmals nachgefragt hatte, wann die Kontrolle endlich beendet sei, startete er plötzlich den Motor und fuhr los. Der Beifahrer habe laut Polizeiangaben noch versucht, die Autotür abrupt zu schließen. Ein Polizist, der an der Beifahrertür den Einsatz absicherte, sei dabei eingeklemmt und an der Hand verletzt worden. Der Wagen habe sich daraufhin mit geöffneter Tür in Bewegung gesetzt und den Polizisten mehrere Meter mitgeschleift.

Insassen flüchten nach Verfolgungsjagd, einer vergisst jedoch seine Geldbörse

Bei einer anschließenden Verfolgungsjagd verloren die Einsatzkräfte den Fluchtwagen aus den Augen, da der Fahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit davonraste, so die Polizeisprecherin. Der Wagen wurde kurz darauf ohne Insassen an der Gotzkowskystraße gefunden. Während die Polizisten das Fahrzeug auf Spuren untersuchten, erschien plötzlich der 29-jährige Beifahrer. Er hatte laut Polizei seine Geldbörse im Wagen liegengelassen und wurde vorläufig festgenommen. Nach Feststellung seiner Personalien wurde er wieder freigelassen. Gegen ihn wird nun wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte ermittelt.

Der Fahrer, gegen den ein offener Haftbefehl wegen eines Betäubungsmitteldeliktes vorliegt, konnte laut Polizei bisher nicht angetroffen werden. Zielfahnder seien ihm aber auf den Fersen, hieß es.