Berlin - Am Sonntagabend kam es in Berlin zu zwei Attacken gegen die Polizei, bei denen Steine geworfen wurden. Der erste Vorfall ereignete sich gegen 18 Uhr in Kreuzberg. Als ein Einsatzwagen der Polizei auf der Dennewitzstraße unterwegs war, schlug ein Stein auf der Heckscheibe auf. Als die Beamten in den Rückspiegel schauten, konnten sie sehen, wie mehrere Personen davonrannten. Die Heckscheibe des Fahrzeugs wurde leicht beschädigt. Verletzt wurde niemand. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet.

Schwerer Landfriedensbruch im Gleisdreieckpark

Ein weiterer Vorfall ereignete sich etwa eine Stunde später im Gleisdreieckpark. Rund 50 Jugendliche hielten sich dort auf, ohne die Mindestabstände einzuhalten oder Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen. Als die Polizei die Gruppe aufforderte, den Park zu verlassen, reagierten die Jugendlichen erst aggressiv. Widerwillig kamen sie den Anweisungen der Polizisten dennoch nach. Jedoch warf ein 17-Jähriger dabei einen Stein in Richtung der Einsatzkräfte. Getroffen wurde niemand.

Nach einem kurzen Fluchtversuch wurde der Jugendliche festgenommen und infolge der polizeilichen Maßnahmen zu Hause seinem Vater übergeben. Er muss sich nun wegen schweren Landfriedensbruchs verantworten.