Berlin - Eine Streifenwagenbesatzung der Polizei Berlin ist im Bezirk Moabit bei einem Einsatz mit rohen Eiern beworfen worden. Die Polizeioberkommissarin und der Polizeikommissar waren in der Nacht zu Dienstag zu einer Schlägerei in der Huttenstraße gerufen worden, teilte die Polizei mit. Zehn Minuten zuvor waren sie in der Nähe bei einer Verkehrskontrolle mit Eiern beworfen worden. 

Offenbar hatte jemand mit einem Anruf die Einsatzkräfte erneut in die Gegend gelockt. Nachdem die beiden Beamten vergeblich nach einem Opfer gesucht hatten, hielten sie sich noch kurz vor ihrem abgestellten Funkstreifenwagen auf. Nach Angaben der Polizei sollen die Beamten erneut von einem Unbekannten mit einem Ei beworfen worden sein, das sie nur knapp verfehlte. Das  Wurfgeschoss habe stattdessen die geöffnete Beifahrertür getroffen und den Innenraum des Wagens verschmutzt.

Polizisten verfolgen verdächtigen Eierwerfer 

Da in der Nähe drei verdächtige Männer standen, sprach das Einsatzteam sie an, woraufhin einer von ihnen in Richtung Rostocker Straße flüchtete. Trotz Verfolgung konnte der Verdächtige nicht eingeholt werden, so die Polizei. Als die Einsatzkräfte zum Streifenwagen zurückkehrten, war das Fahrzeug mit weiteren Eiern verunreinigt worden. Die beiden anderen Männer waren verschwunden. 

Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Senatsinnenverwaltung 7505 Polizeivollzugsbeamte Opfer einer Gewalttat. Das ist eine Zunahme um 12,8 Prozent. Von diesen wurden 1559 verletzt, zwölf von ihnen schwer. Die Anzahl der von solchen Gewalttaten betroffenen Feuerwehrleute erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 149 auf 155, die Anzahl der betroffenen Mitarbeiter sonstiger Rettungsdienste verringerte sich von 122 auf 111.

Vor allem bei Demonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen kam es im vergangenen Jahr immer wieder zu Angriffen auf Polizisten. Die Attacken kamen von Demonstranten und linken Gegendemonstranten.