Knapp zwei Jahre nach der Schändung des Grabs eines im Dienst getöteten Berliner Polizisten haben Ermittler einen Verdächtigen gefasst. Es handele sich um einen 34 Jahre alten wohnungslosen Mann, sagte eine Polizeisprecherin und bestätigte damit einen Bericht des Tagesspiegels. Der Polizist Uwe Lieschied war im März 2006 erschossen worden, als er Taschenräuber an der Hasenheide verfolgte. Sein Grabstein wurde mehrfach beschädigt und mit einem Hakenkreuz beschmiert, zuletzt im April 2020.

Gegen den Verdächtigen sei am Mittwoch in einem Sozialwohnheim ein Haftbefehl wegen anderer Delikte vollstreckt worden, sagte die Polizeisprecherin. Beim Abgleich von DNA habe es einen Treffer im Zusammenhang mit der Grabschändung gegeben. Nun werde weiter ermittelt. Der Verdächtige sei nicht wegen Staatsschutz-Delikten bekannt, wohl aber wegen Diebstählen und anderer Straftaten.