Berlin - Ein Autofahrer ist nach einem Verkehrsunfall in Berlin-Grunewald zu Fuß geflüchtet, nachdem ihn Zeugen aus dem Wrack gerettet hatten. Nach Angaben der Polizei hatten Zeugen berichtet, dass der Mann in einem Porsche kurz zuvor mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf dem Hohenzollerndamm in Richtung Zehlendorf-Mitte gefahren sei. Kurz vor der Clayallee soll er dann die Kontrolle über den Porsche verloren haben. Der Wagen raste laut Polizei daraufhin über eine Mittelinsel, überschlug sich und blieb schließlich auf der Seite liegen. Der Unfall ereignete sich in der Nacht zu Samstag um 1.15 Uhr. 

Zeugen eilten daraufhin zum Unfallwagen. Zunächst scheiterten sie daran, die Tür des Wracks zu öffnen, um den Fahrer herauszuziehen. Daraufhin gingen sie laut Polizei zum Kofferraum, wo sie einen Baseballschläger fanden, mit dem sie die Seitenscheibe einschlugen. Letztlich zogen die Ersthelfer den augenscheinlich unverletzten Fahrer über den Kofferraum aus dem Porsche. Als sich der gerettete Mann berappelt hatte, rannte er weg. Die Zeugen versuchten noch, ihn festzuhalten, was ihnen jedoch nicht gelang.

Polizisten fanden im Auto ein Handy sowie einen Schlüssel und beschlagnahmten den Porsche zur weiteren Spurensicherung. Ermittler prüfen nun, ob der 49-jährige Ehemann der Fahrzeughalterin zum Unfallzeitpunkt hinter dem Steuer saß oder ob das Auto an eine andere Person verliehen worden war.