Ein Raser hat sich offenbar im Drogenrausch in Berlin-Spandau eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Der Autofahrer war der Besatzung eines Streifenwagens am Sonntagabend gegen 21 Uhr aufgefallen, weil er viel zu schnell durch die Stadt fuhr. Die Polizisten nahmen daraufhin sofort die Verfolgung auf. Auf der Ruhlebener Straße signalisierten sie dem Raser mit blinkendem Schriftzug und Sirene, dass er den Wagen stoppen soll. Doch der Mann gab Gas und versuchte, zu entkommen. 

Bei seiner Flucht sei er über mehrere rote Ampeln gerast, wie die Polizei weiter mitteilte. Der flüchtende Autofahrer fuhr so schnell, dass die Polizisten ihn trotz eingeschalteten Blaulicht und Martinshorn aus den Augen verloren. Weit kam er jedoch nicht. Aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit habe er auf der Reichsstraße die Kontrolle über den Wagen verloren und sei gegen gegen eine Fußgängerampel geprallt. Da das Auto nicht mehr fahrtüchtig war, sei er zu Fuß weiter geflüchtet. Einer der Beamten konnte ihn jedoch einholen und festnehmen.

Polizei findet Cannabis und Bargeld 

Nach Angaben der Polizei behauptete der Mann anschließend immer wieder, nicht hinter dem Steuer des Unfallwagens gesessen zu haben. Als die Einsatzkräfte ihn durchsuchten, fanden sie jedoch die passenden Fahrzeugschlüssel. Außerdem stellten die Beamten Bargeld, ein Messer und ein Tütchen mit Cannabis sicher. Alkohol hatte der Mann laut Polizeiangaben wohl nicht getrunken, ein Test ergab einen Wert von 0,0 Promille.

Da er aber den Eindruck erweckte, Drogen konsumiert zu haben, wurde ihm in einem Polizeigewahrsam Blut abgenommen. Der VW, der einem anderen Fahrzeughalter gehört und in dem unter anderem ein Messer gefunden wurde, wurde beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern an.