Berlin - Nach einem mutmaßlich rassistischen Vorfall in Berlin-Mitte ist bei einer Schlägerei am U-Bahnhof Gesundbrunnen eine Frau verletzt worden. Auslöser soll laut Zeugen eine fremdenfeindliche Beleidigung gewesen sein, so die Polizei. Demnach hatte ein 35-jähriger Mann am Donnerstagnachmittag zwei bisher unbekannte Frauen rassistisch beleidigt und sie nicht in den Fahrstuhl gelassen. 

Eine 32-jährige Zeugin habe den mutmaßlichen Rassisten im Lift gebeten haben, seine immer noch andauernden Beschimpfungen zu unterlassen, so die Polizei. Der Mann habe die Frau daraufhin bedroht und ihr mehrfach ins Gesicht gespuckt. Anschließend habe er sie mit seiner Gehhilfe an der Lippe verletzt. 

Als sich die Fahrstuhltüren öffneten, trennten Passanten das rangelnde Duo und verständigten die Polizei. Der Mann behauptete später, er sei von der Frau zuerst angegriffen worden. Er kam zur erkennungsdienstlichen Behandlung vorläufig in ein Polizeigewahrsam, die Frau konnte nach der Feststellung ihrer Personalien ihren Weg fortsetzen.

Gegen die beiden wird nun jeweils wegen Körperverletzung ermittelt. Der Mann muss sich zudem wegen Beleidigung verantworten. Der Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen.