Berlin - Rettungskräfte haben am Dienstag einen toten Mann aus der Havel in Berlin-Heiligensee gezogen. Die Feuerwehr war gegen 12 Uhr von Spaziergängern zur Badestelle an der Sandhauser Straße alarmiert worden. Sie hatten den reglosen Körper im Wasser treibend gesehen und den Notruf gewählt. Doch für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Er konnte nur noch tot geborgen werden. Über 30 Feuerwehrleute waren bei dem Einsatz beteiligt, darunter Taucher und die Besatzung eines Rettungsbootes. 

Bei der ersten Untersuchung des Toten habe es zunächst keine Hinweise auf Fremdverschulden ergeben, berichtete die B.Z. Nach Angaben der Polizei sei die Identität des Mannes noch unklar. Wie er ins Wasser kam, sei noch Bestandteil der Ermittlungen, hieß es am Nachmittag. 

Möglicherweise handelt es sich um einen Bootsführer und nicht um einen Schwimmer, vermuten Einsatzkräfte. Die Wasserschutzpolizei hatte erst wenige Stunden vor dem Leichenfund in der Nähe ein führerloses Boot gefunden. Die Polizei prüft nun einen Zusammenhang zwischen beiden Fällen.