Berlin - Zwei sich küssende Männer sind in Berlin-Schöneberg Opfer einer homophoben Tat geworden. Wie die Polizei mitteilte, hatten die beiden am Sonntagabend um 18.20 Uhr den U-Bahnhof Nollendorfplatz verlassen, wobei ihnen eine Gruppe Jugendlicher gefolgt sei. Kurz hinter dem Ausgang gingen die beiden Männer in Richtung Kleiststraße.

Als sie kurz stoppten, um sich zu umarmen und zu küssen, hätten die Jugendlichen laut gegrölt und sich lustig gemacht über den 40-Jährigen und seinen Freund. Einer der Jugendlichen habe dann eine Schusswaffe gezogen und damit auf den Kopf des 40-Jährigen gezielt, erklärte ein Polizeisprecher. Laut lachend zog die Gruppe anschließend weiter.

Das Opfer ging unmittelbar zum nächsten Polizeiabschnitt, wo es Anzeige erstattete. Der Staatsschutz der Polizei hat die Ermittlungen übernommen.