Berlin - In einer Wohnung in Berlin-Spandau hat ein Familienstreit zu einer blutigen Auseinandersetzung geführt, bei der ein Mann lebensgefährlich verletzt wurde. Das 57-jährige Opfer sei nach Angaben der Polizei in der Nacht zu Donnerstag mit dem Sohn seiner Lebensgefährtin aneinandergeraten. Es kam zum Kampf zwischen den beiden Männern. Dabei habe der 26-Jährige plötzlich ein Messer gezogen und damit auf seinen Kontrahenten eingestochen, so die Polizei weiter. Anschließend flüchtete der Messerstecher vom Tatort.

Kurze Zeit später trafen Polizisten am Wohnhaus in der Gatower Straße ein, die den Verdächtigen in der Nähe aufspürten und festnahmen. Weil auch er bei dem Kampf Verletzungen erlitten hatte, brachten ihn Einsatzkräfte zunächst in ein Krankenhaus, wo er stationär aufgenommen wurde. Er soll am Freitag einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls wegen versuchten Totschlags vorgeführt werden.

Verletzter muss im Krankenhaus notoperiert werden

Der lebensgefährlich verletzte 57-Jährige musste in einer Klinik notoperiert werden und soll laut Polizeiangaben nicht mehr in Lebensgefahr sein. Er wird weiterhin in einem Krankenhaus behandelt. Was der Auslöser des Streits war, sei bisher noch unklar. Beide Männer konnten aufgrund ihrer schweren Verletzungen bisher noch nicht befragt werden. Die 8. Mordkommission beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.