In Berlin-Neukölln ist es in der Nacht zum Dienstag zu einer blutigen Auseinandersetzung zwischen zwei verfeindeten Familien gekommen. Nach Angaben der Polizei gerieten an der Emser Straße rund 20 Personen aneinander. Angehörige einer rumänischen Familie stritten sich gegen 23.30 Uhr mit Mitgliedern einer Familie aus Bosnien-Herzegowina. Auch serbische Staatsagehörige seien in die Massenschlägerei verwickelt gewesen, so die Polizei Berlin. Dabei kamen offenbar allerlei Schlag- und Stichwerkzeuge zum Einsatz.

Ein Rumäne habe, so die Polizei, einem 22-Jährigen aus Bosnien-Herzegowina mit einer Abschleppöse ins Gesicht geschlagen, wobei das Opfer eine blutende Platzwunde an der Wange erlitt. Sein 33-jähriger Verwandter erlitt Augenreizungen, weil er von einem Rumänen mit Reizgas besprüht wurde. Wie viele Personen tatsächlich bei der Schlägerei verletzt wurden, kann die Polizei derzeit nicht abschätzen. Viele Beteiligte liefen weg, die Lage sei zudem sehr unübersichtlich gewesen, so die Sprecherin.

Als Polizisten am Tatort eintrafen, flüchtete ein Großteil der Schläger. Zwei verdächtige Rumänen im Alter von 19 und 43 Jahren konnten aber festgenommen werden, sagte die Polizeisprecherin. Unklar sei derzeit noch, was der Auslöser des Streits war.