Berlin - Unbekannte haben in der Nacht zu Freitag in Berlin-Spandau ein Zelt angezündet, in dem ein Obdachloser schlief. Der 49-Jährige hatte an der Straße Stapholzgarten unter einer Bahnbrücke sein Nachtlager aufgeschlagen, sagte ein Polizeisprecher der Berliner Zeitung. Gegen 1.30 Uhr sei er wach geworden, weil er Rauch gerochen hatte. Als er zu seinen Füßen schaute, habe er einen Feuerschein gesehen. Der Mann rettete sich ins Freie und versuchte, die Flammen mit Sand und Wasser selbst zu löschen, was ihm aber nicht gelang. 

Zum gleichen Zeitpunkt sahen Sicherheitsmitarbeiter der Bahn, wie Rauch an dem Zelt aufstieg. Sie alarmierten die Feuerwehr, die den Brand schließlich löschte. Einige Habseligkeiten des Obdachlosen wurden durch das Feuer beschädigt. Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Warum der wohnungslose Mann angegriffen wurde, sei bisher unklar.