Berlin - Einsatzkräfte der Berliner Polizei haben am Montag einen Mann festgenommen, während dieser versuchte, einen Juwelier im Berliner Bezirk Wilhelmstadt auszurauben. Dies teilte die Polizei am Dienstag mit. Nach derzeitigem Kenntnisstand betrat der bewaffnete Tatverdächtige gegen 11.15 Uhr das Geschäft in der Pichelsdorfer Straße. Zuerst bedrohte er eine Angestellte mit vorgehaltener Schreckschusswaffe. Anschließend forderte er den hinzutretenden Ladeninhaber auf, alle Schmuckvitrinen zu öffnen. Während der Inhaber angab, dafür die Schlüssel aus einer Schublade holen zu müssen, betätigte er einen stillen Alarm, so die Polizei.

Als der Tatverdächtige ihm im weiteren Verlauf den Rücken zukehrte, verließ der 70-jährige Inhaber sein Geschäft, um Hilfe zu holen. Diese bekam er umgehend von den eingetroffenen Einsatzkräften der Polizei, die den mutmaßlichen Täter noch im Laden festnahmen. Er hatte in seinem Rucksack bereits 380 Schmuckstücke verstaut, darin befand sich außerdem ein Hammer, heißt es. Der Festgenommene war offenbar leicht angetrunken – eine Blutentnahme ergab 0,5 Promille Alkohol. Der Mann wurde in ein Polizeigewahrsam genommen. Der Juwelierinhaber und seine Angestellte blieben unverletzt. Die Ermittlungen dauern noch an.