Berlin - Zehn Männer und Frauen im Alter von 56 bis 82 Jahren haben am Freitag eine Andacht im Berliner Dom massiv gestört. Es kam vonseiten der Störer zu antisemitischen Äußerungen, Hausfriedensbruch und Widerstand gegen Polizeibeamte.

Die zehn Personen nahmen zunächst an der Mittagsandacht im Berliner Dom teil. Sie wollten sich erst nicht an die Hygieneregeln halten, trugen dann aber auf Aufforderung Masken, wie die Polizei Berlin mitteilt. Nach der Andacht wandte sich eine Frau aus der Gruppe an die Predigerin und äußerte antisemitische sowie Parolen mit Reichsbürgerbezug. Auch ihre Begleiterinnen und Begleiter äußerten sich in ähnlicher Weise.

Polizei musste die Störer aus dem Dom begleiten

Die Dompredigerin sprach der Gruppe gegenüber ein Hausverbot aus und forderte sie auf, den Berliner Dom zu verlassen. Weil sich die Personen geschlossen weigerten, alarmierte die Predigerin die Polizei. Einsatzkräfte mussten die Störer aus dem Dom begleiten. Die 74-jährige Wortführerin leistete Widerstand und klagte über Schmerzen, als sie am Arm gegriffen und aus dem Dom gebracht wurde.

Eine ärztliche Behandlung lehnte die 74-Jährige ab. Die Berliner Polizei nahm die Personalien aller Störer auf. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen übernommen.