Berlin - Angegriffen im Büro oder auf dem Gerichtsflur – seit Oktober 2018 sind in Berlin 21 Fälle bekannt geworden, in denen Staatsanwälte und -anwältinnen, Richter und Richterinnen sowie andere Justizmitarbeiter verbal oder körperlich angegangen wurden und Hilfe brauchten. Dies antwortete die Justizverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Abgeordneten Holger Krestel.

„Sicherheitsrelevante Vorkommnisse“ an Gerichten und Strafverfolgungsbehörden werden laut Antwort erst seit Oktober 2018 statistisch erfasst. Seitdem könnten sich Beschäftigte über das Intranet der Justiz melden.

Angriffe auch bei der Staatsanwaltschaft und der Amtsanwaltschaft Berlin

Von den 21 gemeldeten Vorfällen (Stichtag 21. Februar 2021) entfielen laut Justizverwaltung vier auf das Amtsgericht Tiergarten, sechs auf das Amtsgericht Spandau, vier Fälle auf die Staatsanwaltschaft, drei Fälle auf das Amtsgericht Neukölln, zwei auf das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg und jeweils ein Fall auf die Amtsanwaltschaft Berlin und das Amtsgericht Charlottenburg.

In allen Dienstgebäuden der Gerichte und Strafverfolgungsbehörden gibt es Kontrollen von Besuchern, auch Sicherheitsschleusen seien eingebaut worden, hieß es. In allen Gerichten und Behörden der Berliner Justiz gebe es einen „stillen Alarm“, mit dem der Justizwachtmeisterdienst zu Hilfe gerufen werden könne.