Berlin - In Berlin sind im vergangenen Jahr 6713 Kennzeichen gestohlen worden. Dies geht aus einem Bericht des Tagesspiegel hervor. Demnach ist jedem 200. zugelassenen Fahrzeug mindestens ein Kennzeichen durch Diebe abhandengekommen. Die meisten Nummernschilder sind offenbar in Neukölln (835) und Mitte (829) gestohlen worden. In Steglitz-Zehlendorf, Marzahn-Hellersdorf, Reinickendorf und Spandau gab es dem Bericht zufolge die wenigsten Diebstähle von Kennzeichen. Der Ortsteil Wartenberg sei der einzige Ortsteil gewesen, der nicht betroffen war. 

Die Diebe nutzen die gestohlenen Kennzeichen vor allem, um andere Taten wie Einbrüche, Tankbetrug, Autodiebstahl oder Fluchthilfe zu vertuschen, heißt es. Opfer der Diebstähle dürfen das kennzeichenlose Auto so lange nicht mehr fahren, bis sie ein neues organisiert und bezahlt haben. Viele Diebstähle werden nicht aufgeklärt, da die Täter nur sehr schwer zu finden seien, so die Polizei.