Berlin - Ein 30 Jahre alter Mann ist bei einer blutigen Auseinandersetzung mit einem Bekannten in Berlin-Spandau beinahe getötet worden. Der Berliner erlitt eine tiefe Stichverletzung am Hals, an der er fast verblutet wäre, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die beiden betrunkenen Männer hatten sich am Samstagnachmittag aus nichtigem Grund am Koeltzepark gestritten. 

Daraufhin habe der 47-jährige Angreifer um kurz nach 15 Uhr eine abgebrochene Glasflasche genommen und damit seinen Kontrahenten attackiert. Dieser sei blutüberströmt zusammengesackt. Alarmierte Rettungskräfte brachten ihn mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus, erklärte der Polizeisprecher. Eine sofort eingeleitete Notoperation habe ihm das Leben gerettet. Der Mann konnte bisher noch nicht zur Tat befragt werden. 

Verdächtige wartete mit „Tatwaffe“ auf Polizei 

Der 47-jährige Verdächtige, ein Äthiopier, wurde festgenommen. Er habe beim Eintreffen der Polizisten neben dem Tatort an der Schönwalder Straße gesessen – vor ihm lag die „Tatwaffe“, eine zerbrochene Glasflasche. Auch eine Schere habe neben seinen Füßen gelegen, so der Sprecher. Ob sie etwas mit der Tat zu tun hat, war zunächst unklar.

Gegenüber den Polizisten räumte er die Tat ein, spielte den Angriff aber runter. Nach Angaben des Polizeisprechers erzählte er den Beamten, er habe seinen Kontrahenten mit dem Glas nur „gekratzt“ und nicht schwer verletzen wollen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,6 Promille. Das Opfer und der Täter sollen sich laut Polizei kennen. Sie hätten schon häufiger in der Vergangenheit zusammen Alkohol getrunken, hieß es.