Bei Bränden in Berlin-Neukölln sind am Freitag mehrere Menschen verletzt worden, eine Person sogar lebensgefährlich. Am Abend brannten in der Karl-Marx-Straße in einem Haus ein Kinderwagen im Hausflur, in einem anderen Haus wurde ein Elektrorollstuhl angezündet, in einem dritten brannten Mülltonnen.

Eine Person sei vor Eintreffen der Feuerwehr aus dem ersten oder zweiten Stock gesprungen und habe lebensgefährliche Verletzungen erlitten, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Eine weitere Person sei über eine Drehleiter von den Einsatzkräften aus dem ersten Stock gerettet worden. Unter den Verletzten sind demnach zwei weitere Schwerverletzte sowie fünf Leichtverletzte. Bei ihnen bestehe Verdacht auf Rauchgasvergiftungen. 99 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Morris Pudwell
In einem Flur wurde ein Kinderwagen in Brand gesteckt.

Zuvor hatte es bereits in einem Seniorenwohnhaus in der Harzer Straße gebrannt. Laut der Feuerwehr wurden vier Menschen gerettet, zwei davon mussten ins Krankenhaus. 58 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Am Samstagmorgen wurden zudem bei einem Brand im Klinikum Neukölln drei Personen verletzt. Das Feuer in dem Krankenhaus in der Rudower Straße in Buckow brach aus zunächst ungeklärter Ursache in einem Patientenzimmer aus, wie die Berliner Feuerwehr mitteilte. Der Patient, der in dem Zimmer lag, erlitt Brandverletzungen und eine Rauchgasvergiftung. Die beiden Pflegekräfte, die den Mann aus dem Zimmer retteten, erlitten ebenfalls eine Rauchgasvergiftung.