Potsdam - Mit einem Bild aus einer Überwachungskamera sucht das Landeskriminalamt der Polizei Brandenburg nach einem unbekannten Mann. Die abgebildete Person wird wegen des Verdachts der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und der schweren räuberischen Erpressung gegen einen Paketdienstleister gesucht. In dem Fall geht es um mehrere unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen, die zwischen November 2017 und März 2018 in Paketen an verschiedene Adressaten in Brandenburg und Berlin verschickt wurden.

Eines dieser Pakete wurde am 1. Dezember 2017 in eine Potsdamer Apotheke geliefert. Der Inhalt konnte nach Absperrung und Räumung von Teilen des Weihnachtsmarkts entschärft werden. Im Januar 2019 gelang es den Ermittlern, die E-Mail-Kommunikation des mutmaßlichen Täters auf ein Endgerät der Marke Motorola mit der MAC-Adresse f8:e0:79:af:57:eb zurückzuführen. Insgesamt wurden mehr als 1000 Spuren und Hinweise durch die Ermittler der SoKo Quer ausgewertet, wie die Polizei am Freitag mitteilte. 

Foto des Gesuchten entstand an einem Geldautomaten in Friedrichshain

Von der Veröffentlichung eines Fotos aus einer Überwachungskamera und eines Fahndungsplakats erhoffen sich die Ermittler nun weitere Hinweise zu dem Tatverdächtigen. Das Bild wurde am 22. Oktober 2020 gegen 18.45 Uhr von einem Bitcoin-Geldautomaten in einem Spätkauf in Berlin-Friedrichshain aufgenommen. Der gesuchte Mann ist etwa 1,80 Meter bis 1,85 Meter groß und trägt auf dem Foto eine rote Mund-Nasen-Schutzmaske. Die Polizei fragt dazu: Wer kennt die abgebildete Person? Wer kann Angaben zu ihrem Aufenthaltsort oder andere sachdienliche Hinweise machen?

Belohnung von bis zu 5000 Euro ausgesetzt

Informationen, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, können unter der durchgehend besetzten Polizei-Rufnummer 0331/505950, per Mail an soko.quer@polizei.brandenburg.de oder an jede andere Polizeidienststelle übermittelt werden. Für sachdienliche Hinweise, die zur Ermittlung, Identifizierung oder Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung von bis zu 5000 Euro ausgesetzt.