Brandserie in Berliner Wohnsiedlung: Polizei nimmt 14-Jährigen fest

Seit Wochen kommt es in Wohngebieten in Spandau immer wieder zu Brandstiftungen. Jetzt wurde ein Verdächtiger festgenommen. Doch ist er auch der Serientäter? 

Ein Polizist führt einen Verdächtigen in Handschellen ab (Symbolbild). 
Ein Polizist führt einen Verdächtigen in Handschellen ab (Symbolbild). Imago/Jochen Tack

Berlin-Ein Reihe von ungeklärten Brandstiftungen in den Spandauer Ortsteilen Staaken und Wilhelmstadt beschäftigt seit mehreren Wochen die Berliner Polizei. Immer wieder wurden in Kellern von mehrgeschossigen Wohnhäusern Feuer gelegt. Flammen griffen teilweise auf die Treppenhäuser über, zahlreiche Anwohner wurden in große Gefahr gebracht. Dank eines aufmerksamen Zeugen konnte nun ein Brandstifter in der Nähe einer solchen Feuerstelle festgenommen werden. Ermittler eines Branddezernats prüfen nun, ob es sich bei dem 14-Jährigen um den gesuchten Serientäter handelt, sagte ein Polizeisprecher. 

Der Jugendliche wird verdächtigt, am Sonntagnachmittag ein Feuer im Keller eines Wohnhauses im Loschwitzer Weg gelegt zu haben. Ein 13-jähriger Anwohner hatte um kurz nach 17 Uhr den mutmaßlichen Brandstifter gesehen, wie er aus dem brennenden Keller kam, heißt es. Der Junge alarmierte sofort die Feuerwehr und warnte die Hausbewohner.

Brandserie: Mieter forderten privaten Sicherheitsdienst zum Schutz

Aufgrund der Beschreibung des Verdächtigen konnten Zivilpolizisten den 14-Jährigen kurz darauf festnehmen und dem Landeskriminalamt überstellen. Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten die Flammen, welche auch die Elektrik beschädigten, wodurch das Gebäude zunächst nicht mehr bewohnbar war. 

Die Berliner Polizei hatte sich Mitte Dezember bereits an die Öffentlichkeit gewandt, um mithilfe der Spandauer die Brandserie aufzuklären. Immer wieder hatte es im Gebiet Heerstraße Nord Brandstiftungen gegeben. Zahlreiche Mieter aus dem Wohngebiet hatten daraufhin einen besseren Schutz durch einen privaten Sicherheitsdienst gefordert. Betroffen waren vor allem Häuser der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Gewobag.