Berlin - Die seit mehreren Wochen andauernde Brandserie im Spandauer Wohngebiet Heerstraße Nord steht vor der Aufklärung. Gegen einen 16-jährigen Tatverdächtigen wurde Haftbefehl erlassen, teilte die Polizei Berlin am Freitag mit. Aufgrund der intensiven Fahndung der eigens für diese Brandserie gegründeten Ermittlungsgruppe „Quartier“ konnte der Beschuldigte am 12. Januar kurz nach Mitternacht festgenommen werden.

Der Jugendliche sei dringend verdächtig, gemeinsam mit einem Zwölfjährigen am späten Abend des 11. Januar in einem Wohnhaus in der Maulbeerallee einen Brand gelegt zu haben. Einsatzkräfte der Polizeidirektion 2 hatten die beiden Jungen kurz nach dem Brand in unmittelbarer Nähe gesehen, heißt es in einer Polizeimitteilung. Möglich sei die Festnahme der beiden Tatverdächtigen auch durch die seit mehreren Wochen andauernde starke Polizeipräsenz in diesem Bereich gewesen.

Polizei: Jungen könnten weitere Brandstiftungen begangen haben

Ein Ermittlungsrichter verkündete nun am Donnerstagabend einen von der Staatsanwaltschaft Berlin beantragten Haftbefehl gegen den 16-Jährigen. Aktuellen Erkenntnissen zufolge kommen die beiden Jungen für weitere Taten in dem Wohngebiet in Betracht. „Die Zuordnung der Brandlegungen dauern an und werden weiterhin von den Polizistinnen und Polizisten der EG ‚Quartier‘ geführt“, heißt es in der Mitteilung vom Freitag. Gesucht würden in diesem Zusammenhang noch Zeugen. Die Polizei Berlin bittet darum, dass sich mögliche Hinweisgeber bei der Behörde melden.

Für Zeugen-Hinweise: Die polizeiliche Ermittlungsgruppe „Quartier“ ist unter der Telefonnummer 030/4664-912112 zu erreichen. Hinweise nimmt auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.