Berlin - In Charlottenburg-Nord ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ein Mann nach einem schweren Raub festgenommen worden. Wie die Berliner Polizei mitteilte, hatten Passanten auf dem Heckerdamm zuvor gegen 22.20 Uhr die Polizei und die Feuerwehr wegen eines Mannes mit blutverschmiertem Gesicht alarmiert.

Die Einsatzkräfte fanden dann zusätzlich zu dem offensichtlich alkoholisierten Blutbefleckten einen weiteren Mann mit einer Stichverletzung im Rumpf vor. Die Stichverletzung führte zu einem stationären Aufenthalt im Krankenhaus. Sie habe eine erstmalige Befragung zum Vorfall unmöglich gemacht, so die Polizei.

Polizei: Raubopfer war mit 12-jähriger Tochter unterwegs

Dem Vernehmen nach soll der ins Krankenhaus Abtransportierte mit seiner 12-jährigen Tochter im Volkspark Jungfernheide unterwegs gewesen sein, als er aus noch nicht geklärten Gründen von dem zuerst angetroffenen Mann mit einem Messer attackiert worden sein soll.

Der Angegriffene soll daraufhin die Tochter zu ihrem Schutz nach Hause geschickt haben. Bei der Durchsuchung des mutmaßlichen Angreifers kam dann das Handy der 12-jährigen Tochter des Angegriffenen zum Vorschein, das zur Beweisführung beschlagnahmt wurde, heißt es. Ein Messer wurde jedoch nicht gefunden. Der Atemalkoholschnelltest ergab bei dem nun Tatverdächtigen einen Wert von über 2 Promille.

Der Mann wurde festgenommen und nach erkennungsdienstlichen Maßnahmen sowie einer Blutentnahme der Kriminalpolizei überstellt, die nun zunächst den genauen Ablauf der Geschehnisse ermitteln muss.