Berlin - Ausgelassen und bunt verkleidet haben sich in Berlin-Mitte Tausende Menschen für den Christopher Street Day (CSD) versammelt. Trotz Alkoholverbots und strenger Sicherheitsauflagen wegen der Corona-Pandemie feiern und tanzen die Menschen zu Techno-Bässen von mehreren Lastwagen und demonstrieren für die Rechte von Homosexuellen. Unter den Teilnehmenden ist auch Kultursenator Klaus Lederer (Linke). Insgesamt wurden 20.000 Besucher erwartet, doch es sollen schon weit mehr sein. Von 35.000 Menschen ist aktuell die Rede.

Immer wieder rufen die Organisatorinnen und Organisatoren über Lautsprecher dazu auf, die Maskenpflicht sowie Abstände einzuhalten. Auch die Polizei macht die Teilnehmenden unter anderem über Twitter auf die geltenden Bestimmungen aufmerksam. Viele der Feiernden tragen Mund-Nasen-Schutz in Regenbogenfarben.

CSD-Route verläuft von der Leipziger Straße zur Urania 

Der Aufzug startete gegen 13 Uhr in der Leipziger Straße. Die CSD-Demo führt über den Potsdamer Platz am Brandenburger Tor vorbei zum Großen Stern und dann über die Hofjägerallee bis zur Urania. Dort endet gegen 17 Uhr der Aufzug ohne eine Abschlusskundgebung.

Die Organisatoren rechnen damit, dass die CSD-Teilnehmer im Anschluss noch in Schöneberg und Umgebung feiern werden, wie das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg mitteilt. Die Polizei Berlin will deswegen am Sonnabend etliche Straßen in Berlin fast den ganzen Tag lang sperren.

CSD in Berlin: Straßensperrungen am Sonnabend von 12 bis 24 Uhr

  • Motzstraße zwischen Nollendorfplatz und Martin-Luther-Straße
  • Eisenacher Straße zwischen Kleist- und Nollendorfstaße
  • Fuggerstraße zwischen Eisenacher- und Kalckreuthstraße
  • Fuggerstraße zwischen Martin-Luther-Straße und Ansbacher Straße
  • Welserstraße zwischen Lietzenburger Straße und etwa Finow-Grundschule

Dort gilt in dieser Zeit ein absolutes Halteverbot. Autofahrer wurden vorab gebeten, ihre dort geparkten Fahrzeuge vor 12 Uhr zu entfernen.