Berlin - Die Berliner Polizei hat in der Nacht zu Sonntag eine Party in Charlottenburg aufgelöst, bei der 36 halb nackte Menschen auf 70 Quadratmetern zusammen feierten. Nachbarn hatten sich kurz zuvor wegen des Lärms beschwert und die Polizei alarmiert. Als die Wohnungstür aufging, waren Einsatzkräfte wie Partygäste gleichermaßen überrascht.

Die Polizisten waren nach mehreren Anrufen zu einem Mehrfamilienhaus in der Lietzenburger Straße in Charlottenburg ausgerückt. Bereits von weitem hätten sie aus einer Wohnung in der vierten Etage laute Musik und Stimmen gehört. „Nachdem die Kollegen mehrmals klingeln und klopfen mussten, öffnete ein Mann schließlich die Tür“, erklärte eine Polizeisprecherin. Der 55-jährige Mieter der 3-Zimmer-Wohnung erklärte, dass bei ihm eine Party stattfände. Während des Gesprächs sollen die Einsatzkräfte im Flur der Wohnung etwa ein Dutzend Männer und Frauen in Unterwäsche gesehen haben.

Halbnackte im Alter von 19 bis 55 Jahren feierten Corona-Party

Daraufhin riefen die erstaunten Beamten Verstärkung. Zusammen mit weiteren Polizisten stellten sie nach Angaben der Polizei in der etwa 70 Quadratmeter großen Wohnung 15 Frauen und 21 Männer im Alter von 19 bis 55 Jahren fest. Nach der Überprüfung der Personalien und der Erstellung von Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen des Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung mussten allen Gäste die Wohnung verlassen.

Währenddessen habe ein 50-jähriger Mann aggressiv reagiert und einen Polizisten aus der Wohnung geschubst. Einsatzkräfte nahmen den Mann fest und legten ihm Handfesseln an. Gegen ihn wird nun wegen tätlichen Angriffs auf einen Vollstreckungsbeamten ermittelt.

Um was für eine Party es sich genau handelte, teilte die Polizei auf Anfrage der Berliner Zeitung nicht mit. Eine Verkaufsparty für Dessous sei es auf jeden Fall nicht gewesen, so die Polizeisprecherin.