Cottbus - In Cottbus soll eine mitten in der Stadt entdeckte Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg am kommenden Montag unschädlich gemacht werden. Dafür müssten Gebäude in einem Radius von 300 Metern evakuiert und Straßen gesperrt werden, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Zunächst war unklar, wie viele Menschen von der Evakuierung betroffen sind, die am Montag um 8 Uhr beginnen soll.

Davon betroffen sind unter anderem das Technische Rathaus, das Einkaufszentrum Spree-Galerie, die Stadthalle, Teile des Campus der Brandenburgischen Technischen Universität, eine Kita, eine Grundschule und ein Oberstufenzentrum. Die russische Bombe war nach Angaben der Stadt am Mittwoch in der Virchowstraße entdeckt worden.

Bombe in Cottbus: Kontrollierte Sprengung in Waldgebiet

Weil der Zünder in einem schlechten Zustand sei, solle er zunächst entfernt werden. Anschließend ist eine kontrollierte Sprengung in einem Waldgebiet hinter dem Gelände der Universität geplant. Der Sicherheitsradius werde deshalb noch Richtung Westen erweitert. Brandenburg gilt als das Bundesland, das die meisten Gebiete hat, die noch mit Kampfmitteln aus Kriegszeiten wie Bomben oder Granaten belastet sind.

Die Stadt will für Menschen, die von der Evakuierung der Gebäude getroffen sind, eine Unterkunft in einer Sporthalle zur Verfügung stellen. Außerdem laufen nach Angaben der Stadt Abstimmungen mit dem Gesundheitsamt zum Umgang mit denjenigen, die in Corona-Quarantäne oder an Covid-19 erkrankt sind. Sie müssten, wenn notwendig, gesondert untergebracht werden.