Ein pro-russischer Autokorso ist am Sonntag quer durch Berlin gefahren. Das bestätigte die Polizei der Berliner Zeitung. Etwa 900 Menschen haben daran teilgenommen.  Auf Twitter waren Dutzende Fahrzeuge mit russischen Fahnen zu sehen. Ein Bild, das ebenfalls auf Twitter kursiert, soll auch in mindestens einem Fall das Z-Symbol zeigen. Das Z symbolisiert die Unterstützung für Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine.

An dem Autokorso seien etwa 400 Fahrzeuge beteiligt gewesen, sagte Innenstaatssekretär Torsten Akmann (SPD) am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. In einem Fall sei das Z-Symbol festgestellt worden. Die Ermittlungen dazu würden vorangetrieben. Seit Beginn des Ukraine-Krieges seien der Polizei insgesamt fünf Straftaten bekannt geworden, sagte Akmann. In allen Fällen ermittle der Staatsschutz. Maßgeblich sei, in welchem Kontext das Symbol gezeigt werde.

Die pro-russische Demo war von 12 Uhr bis 15 Uhr angemeldet und richtete sich offiziell gegen die Diskriminierung russischstämmiger Menschen. „Keine Propaganda in der Schule, Schutz für russischsprechende Leute, keine Diskriminierung“, hieß das Motto des Korsos. Laut Verkehrsinformationszentrale (VIZ) Berlin startete der pro-russische Autokorso am S-Bahnhof Ahrensfelde und endete am Rathaus Spandau.