Berlin/Leipzig - Die Urteile zum spektakulären Diebstahl einer 100 Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum sind rechtskräftig. Der in Leipzig ansässige 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofes wies die Revision von zwei Angeklagten zurück, wie das Gericht am Dienstag mitteilte (Az.: 5 StR 67/21). Die Überprüfung des Urteils vom Landgericht Berlin im Februar 2020 habe keine Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben, auch das Verfahren sei nicht zu beanstanden, hieß es in der Begründung.

Das Berliner Landgericht hatte gegen die zur Tatzeit 18 und 20 Jahre alten Männer wegen Diebstahls in besonders schwerem Fall eine Jugendstrafe von jeweils viereinhalb Jahren Haft verhängt. Ein Ex-Wachmann, der nach Überzeugung des Gerichts das Museum auskundschaftete, bekam drei Jahre und vier Monate Gefängnis.

Die beiden Männer aus einer polizeibekannten, arabischstämmigen Großfamilie, die bereits zuvor kriminell aufgefallen waren, wurden zudem zu einem Wertersatz von 3,3 Millionen Euro verurteilt, laut Gericht der damalige reine Goldwert. Der Wachmann soll demnach 100.000 Euro zurückzahlen, dies war laut Gericht sein Anteil an der Beute.

Die Münze „Big Maple Leaf“ mit einem Wert von 3,75 Millionen Euro war in der Nacht zum 27. März 2017 aus einer Vitrine gestohlen und mit Schubkarre und Rollbrett abtransportiert worden. Die Diebe waren durch ein Fenster eingestiegen. Die Beute ist bis heute verschwunden und wurde vermutlich zerstückelt und verkauft.