Berlin - Nach drei Wochen Flucht vor der Polizei haben Zielfahnder den letzten gesuchten Komplizen einer Drogenbande aufgespürt. Der mutmaßliche Dealer war nach Angaben der Polizei in einer Wohnung in Hennigsdorf nördlich von Berlin untergetaucht. Ermittler stürmten am Mittwoch sein Versteck und vollstreckten den Haftbefehl gegen ihn. 

Der Mann soll laut den Berliner Ermittlungsbehörden Mitglied einer dreiköpfigen Bande sein, die im großen Stil in Berlin und Brandenburg mit Drogen gedealt haben soll. Das Trio im Alter von 22, 31 und 49 Jahren soll laut Polizeiangaben im Zeitraum vom 26. März 2020 bis 9. April 2020 insgesamt 112 Kilogramm Marihuana sowie insgesamt 25 Kilogramm Amphetamin verkauft haben. Das Amphetamin sollen sie selbst in einer Drogenküche hergestellt haben, teilte die Polizei am Freitag mit.

Drogendealer verhaftet: Razzia in Berlin und Brandenburg

Zwei der Tatverdächtigen konnten bereits am 17. August aufgrund der zuvor erwirkten Haftbefehle inhaftiert werden. Polizisten hatten an diesem Tag fünf Häuser im Berliner Stadtgebiet und in Dahlwitz-Hoppegarten in Brandenburg wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handels mit Drogen durchsucht. Der dritte Dealer konnte zunächst flüchten. 

Bei seiner Verhaftung am Mittwoch hatte er 10.000 Euro Bargeld dabei. Bei den Durchsuchungen Mitte August hatten Einsatzkräfte weitere 19.400 Euro und drei hochwertige Fahrzeuge als Beweismittel beschlagnahmt.