Ein totes Baby ist am Dienstag in Eberswalde in einem Hausflur gefunden worden. Wie die Märkische Oderzeitung unter Berufung auf Polizei und Staatsanwaltschaft berichtet, handelt es sich um einen Jungen. Er soll nur kurze Zeit gelebt haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Baby eines unnatürlichen Todes starb. „Genaueres werden wir erst nach der Sektion wissen, die für den 27. April angesetzt wurde“, wird die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Ricarda Böhme, zitiert.

Ein Mitarbeiter der Hausverwaltung hatte am Dienstag gegen 10.30 Uhr die Leiche entdeckt. Aus „ermittlungstaktischen Gründen“ wollte die Staatsanwaltschaft keine genaueren Angaben dazu machen, vor allem nicht zum familiären Umfeld und zu den näheren Umständen.

Es ist nicht der erste Fall dieser Art in Eberswalde: 2017 starb in derselben Straße ein Mädchen nach einer Misshandlung in einer Wohnung. Der Vater wurde wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Die Stiefmutter wurde in einem separaten Verfahren unter anderem wegen Totschlags zu fünf Jahren Haft verurteilt.