Oranienburg - In einem Waldstück an einer Bunkeranlage bei Oranienburg (Oberhavel) ist eine Frauenleiche entdeckt worden. „Wir haben dort gestern Abend eine leblose Person gefunden“, sagte Dörte Röhrs, Sprecherin der Polizeidirektion Nord am Dienstag. Bei der Toten handelt es sich um eine 26-jährige Frau aus Oranienburg. Angehörige hatten sie am Samstag bei der Polizei als vermisst gemeldet wurde. Erste Ermittlungen ergaben, dass sie zuletzt am Donnerstag gesehen wurde.

Montagearbeiter, die sich die Bunkeranlage im Oranienburger Ortsteil Friedrichstal ansehen wollten, hatten am späten Montagabend die Leiche entdeckt und die Polizei alarmiert. Die Anlage liegt versteckt im Wald und ist von Moos bewachsen. Schnell war für die Polizei klar: Die äußeren Verletzungen deuten auf ein Verbrechen hin, weshalb eine Mordkommission die Ermittlungen übernahm.

Wer hat die junge Mutter getötet?

Unklar ist derzeit noch, ob der Fundort auch der Tatort ist. Eine Obduktion soll am Mittwoch Aufschluss über die genaue Todesursache geben. „Vielleicht werden Schleifspuren an der Leiche gefunden“, sagte Torsten Sauermann, Sprecher der Staatsanwaltschaft Neuruppin. 

Die Leiche wurde in einem Bunker gefunden, der im Zweiten Weltkrieg von den Nazis gebaut worden war. Das Gebäude trug den Decknamen Karo-Ass und diente einer Nachrichteneinheit der SS als Funkstation. Nach dem Krieg wurde der Bunker teilgesprengt. Erst im September 2008 wurde Karo-Ass verschlossen.