Berlin - Die Berliner Polizei hat einen Tag nach der Veröffentlichung von Bildern aus einer Überwachungskamera einen Verdächtigen zu einer Körperverletzung an einem 15-jährigen Schüler identifiziert. Der Angriff hatte sich bereits am 11. November 2021 in einem BVG-Bus der Linie 125 ereignet. Da die Ermittler in dem Fall nicht weiterkamen, hatten sie am Dienstag Aufnahmen veröffentlicht, die am Mittwochmorgen dazu führten, dass der Verdächtige ermittelt werden konnte. Nach Angaben der Polizei handelt es sich einen 17-Jährigen, der bei der Kriminalpolizei als Intensivtäter geführt wird.

Der Jugendliche soll an der Haltestelle Holzhauser Straße/Wittestraße zusammen mit einer Frau in den Bus gestiegen sein. Seine Begleiterin hatte einen Kinderwagen geschoben, so die Polizei. „Während der holperigen Fahrt verlor der nahe des Kinderwagens stehende Schüler kurzzeitig das Gleichgewicht und fiel in Richtung des Kinderwagens“, erklärte eine Polizeisprecherin. Bevor er diesen jedoch berührte, konnte er sich fangen. Der Verdächtige soll den Jungen daraufhin beschimpft und ihn mit einer Getränkedose beworfen haben, so die Sprecherin. Der Schüler konnte dem Wurfgeschoss ausweichen und flüchtete in den hinteren Teil des Busses.

Als Zeugen sich einmischten, verließ der Täter den Bus

Der Verdächtige soll dem Jungen gefolgt und ihm mit der Faust mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen haben. Anschließend soll er ihn mehrmals geschubst und ihn beleidigt haben. Der Jugendliche wurde leicht verletzt und klagte über Schmerzen. Nachdem weitere Fahrgäste den Täter angesprochen hatten, gab dieser seiner Begleiterin ein Zeichen, woraufhin beide an der Haltestelle Trettachzeile ausstiegen.