Berlin - Die Polizei hat in Pankow einen mutmaßlichen Brandstifter festgenommen. Der Mann soll in der Nacht zu Dienstag seine Dachgeschosswohnung in einem Mehrfamilienhaus am Haßfurter Weg angezündet haben. Die Flammen drohten auf andere Wohnungen überzugreifen. Mehrere Familien waren in Gefahr, berichteten Augenzeugen. Rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten mit ihren Löscharbeiten Schlimmeres verhindern. Der Einsatz dauerte bis in die Morgenstunden.

Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, soll der 43-jährige Mieter selbst die Feuerwehr alarmiert haben. Seine Wohnung brannte komplett aus, eine Wohnung daneben wurde ebenfalls stark beschädigt. Polizisten nahmen den mutmaßlichen Brandstifter in der Nähe des Tatortes fest und brachten ihn wegen des Verdachts einer psychischen Störung in ein Krankenhaus. Er soll im Laufe des Tages auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Richter vorgeführt werden. 

Trotz der giftigen Rauchgase und den lodernden Flammen wurde niemand verletzt. Die Bewohner waren rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden. Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachtes der schweren Brandstiftung führt ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt.